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* Wenn dem Autonomen Fahrzeug zusätzliche Informationen zu seiner internen Sensorik angeboten werden können (z.B. hochauflösende Straßenkarten), dann braucht man zur gleichen Leistung (z.B. möglichen Höchstgeschwindigkeit) geringere Sensor- und Rechenleistung. Die Fahrzeughersteller erhoffen sich also aus der Kombination von Autonomem und Vernetzten Fahren Kostenersparnis und Leistungssteigerung. Wer kauft schon ein Autonomes Fahrzeug, dass nur bis 50 km/h sicher ist?
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* Durch eine aus diesen vorgeschobenen Gründen eingebaute Vernetzung kann auch durch den Rück-Kanal Gewinn erzeugt werden. Es sind nämlich wertvolle (übrigens Personenbezogene(!)) Daten, wo ein Fahrzeug langfährt und wofür es daher eine Karte aus dem Netz herunterlädt.
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* Es bietet sich ein weiterer Geschäftszweig, dass man einem Auto-Käufer per Softwareupdate neue oder verbesserte Funktionen nachträglich verkaufen kann, sogenannte [[Software as a Product]]. Beispiele sind zusätzliche Assistenz-Funktionen, Navi-Karten Updates usw.
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versehentliche oder gewollte Zerstörung von Steuergerätesoftware stilllegen kann.
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* Vernetzung spielt Netzprovidern Geld ein. Und Vernetzungs-Komponenten-Herstellern. Und Vernetzungs-Komponenten-Monteuren. Und ...
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Latest revision as of 12:01, 19 February 2020

Car2X[edit]

Definition[edit]

Wikipedia: Wikipedia:de:Car2X

Car2X beschreibt die Vernetzung von Fahrzeugen mit (statischen) menschengeschaffenen Objekten, z.B. Ampeln, Schilderbrücken, Schrankenanlagen oder Baustellen.

Bedeutung für das Autonome Fahren[edit]

Häufig wird irreführend behauptet, dass die Vernetzung erforderlich sei für Autonomes Fahren. Dabei müsste man am Begriff "autonom" schon bemerken, dass Vernetzung eben genau nicht erforderlich sein darf.

Ein Autonomes Fahrzeug muss sich jederzeit sicher im Verkehrsraum bewegen können, auch ohne Vernetzung mit Ampel, Vordermann oder Kartendienst.

Die Forderung nach Vernetzung erklärt sich durch folgende Aspekte:

  • Wenn dem Autonomen Fahrzeug zusätzliche Informationen zu seiner internen Sensorik angeboten werden können (z.B. hochauflösende Straßenkarten), dann braucht man zur gleichen Leistung (z.B. möglichen Höchstgeschwindigkeit) geringere Sensor- und Rechenleistung. Die Fahrzeughersteller erhoffen sich also aus der Kombination von Autonomem und Vernetzten Fahren Kostenersparnis und Leistungssteigerung. Wer kauft schon ein Autonomes Fahrzeug, dass nur bis 50 km/h sicher ist?
  • Durch eine aus diesen vorgeschobenen Gründen eingebaute Vernetzung kann auch durch den Rück-Kanal Gewinn erzeugt werden. Es sind nämlich wertvolle (übrigens Personenbezogene(!)) Daten, wo ein Fahrzeug langfährt und wofür es daher eine Karte aus dem Netz herunterlädt.
  • Es bietet sich ein weiterer Geschäftszweig, dass man einem Auto-Käufer per Softwareupdate neue oder verbesserte Funktionen nachträglich verkaufen kann, sogenannte Software as a Product. Beispiele sind zusätzliche Assistenz-Funktionen, Navi-Karten Updates usw.
  • Zwangs-Vernetzung wird häufig gefordert, um die Kontrolle selbst über verkaufte Fahrzeuge zu behalten. Die Fahrzeughersteller argumentieren so: Wenn eine Software defekt, veraltet oder angegriffen ist, soll sie zwangs-ausgetauscht werden können, damit der Fahrzeughersteller Haftungsfälle vermeiden kann. Dadurch würden Fahrzeuge nicht mehr vollständig verkauft, sondern ihre Software nur noch lizensiert. Dies birgt die Folge, dass ein Hersteller ein Fahrzeug durch

versehentliche oder gewollte Zerstörung von Steuergerätesoftware stilllegen kann.

  • Vernetzung spielt Netzprovidern Geld ein. Und Vernetzungs-Komponenten-Herstellern. Und Vernetzungs-Komponenten-Monteuren. Und ...

Siehe auch[edit]